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Über die Tagung

Für eine andere Gesellschaft, in der wir zukünftig gut zusammenleben können, brauchen wir auch andere Lernräume und -formate. Häufig werden in der Bildungsarbeit jedoch Haltungen und Denkmuster wiederholt und Strukturen unhinterfragt gelassen, die mit dazu führen, dass unsere Produktions- und Lebensweisen im Globalen Norden verstärkt auf die Ausbeutung von Mensch und Natur ausgelegt sind: Konkurrenz & Wettbewerb als Leitmotiv für unser Denken und Handeln, ein starker Fokus auf „Expert*innen“-Wissen und auf technische Lösungen für soziale und ökologische Probleme. Globale und innergesellschaftliche Machtstrukturen wie Rassismus und Sexismus werden oft vernachlässigt. Dies betrifft auch Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), Globales Lernen und politische Bildung.

Wenn Bildungsarbeit wirklich einen Beitrag dazu leisten will, eine sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaft zu begleiten, dann brauchen wir Lernräume, in denen wir:

  • bestehende Haltungen und Denkmuster hinterfragen, andere entwickeln und ausprobieren,

  • in die Tiefe gehen und uns an die komplexen Ursachen von globaler Ungleichheit und ökologischen Krisen heran trauen,

  • Alternativen größer denken als individuelles Konsumverhalten und Menschen ermutigen, ihre Gesellschaft auch politisch und wirtschaftlich mitzugestalten.

Im Rahmen dieser Tagung wollen wir mit Ihnen & Euch als Multiplikator_innen unsere Arbeit in BNE/Globalem Lernen und politischer Bildung reflektieren und im Sinne einer kritischen & emanzipatorischen Bildungsarbeit weiterentwickeln. Dazu wollen wir Verbindungen herstellen: zwischen BNE/Globalem Lernen & kritischer politischer Bildung, zwischen Schule und außerschulischem Lernen, zwischen individuellem Handeln und gesellschaftlichen Strukturen, zwischen Forschung/Theorie und Praxis.

Die Tagung wird ausgerichtet von einem Organisationskreis aus Lehrer*innen, außerschulischen Multiplikator*innen, Wissenschaftler*innen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

 

Leitfragen für die Tagung sind:

Wie können wir in der Bildung…

  • eine kritische Haltung stärken und Machtstrukturen aufbrechen anstatt Ungleichheiten zu reproduzieren?

  • einen Umgang mit komplexen Zusammenhängen lernen anstatt vereinfachte Alternativen anzubieten, die nicht die Ursachen globaler Krisen angehen?

  • Emanzipation fördern, Menschen für eine sozial-ökologische Veränderung der Gesellschaft bestärken und die Kluft zwischen Wissen und Handeln verringern?

 

An wen richtet sich die Tagung?
  • Praktiker*innen von Bildung im Kontext sozial-ökologischer Transformation - BNE/Globalem Lernen und politischer Bildung: Lehrer*innen & Dozent*innen, Multiplikator*innen in Alternativprojekten, sozialen Bewegungen, Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Kirchen etc.

  • Wissenschaftler*innen zu Bildung im Kontext sozial-ökologischer Transformation, BNE oder zu kritischer politischer Bildung.

  • Wir laden explizit auch Menschen ein, die in BNE/Globalem Lernen und politischer Bildung noch wenig präsente Ansätze stark machen (z.B. feministische & postkoloniale Perspektiven, Süd-Perspektiven, Erlebnis- /Wildnis- oder Theaterpädagogik etc.) und Menschen, die sich noch in Ausbildung befinden (z.B. aktive Schüler*innen, Auszubildende & Lehramtsstudierende).

 

Was erwartet Sie und Euch auf der Tagung?
  • Vernetzung von schulischen und außerschulischen Bildungsakteuren sowie Wissenschaftler*innen

  • Gemeinsame Reflexionsräume & Gegenseitiges Empowerment für emanzipatorische Bildung im Kontext Sozial-ökologischer Transformation

  • Entwicklung problemorientierter Praxisansätze für den eigenen (Bildungs-)Alltag

  • Kennenlernen emanzipatorischer Bildungspraktiken und -materialien

  • Begegnung mit konkreten sozialen, ökologischen und demokratischen Projekten als Lernräume

 

Zu den Veranstaltungsbedingungen