Liste aller Veranstaltungen | Liste der ReferentInnen | Kalenderansicht

Sozial-ökologischen Wandel gestalten: Die Macht von Sprachbildern und literarischen Erzählungen

Sprache, Bilder und Erzählungen beeinflussen, wie wir die Welt wahrnehmen und denken.

Der sozial-ökologische Wandel braucht Erzählungen, die gegen rechtspopulistische und neoliberale Weltdeutungen überzeugen. Bleibt die Analyse dieser Denkweisen unscharf, drohen sozial-ökologische Ideen vereinnahmt zu werden, wie sich etwa an neoliberalen Varianten des bedingungslosen Grundeinkommens zeigt. Umgekehrt brauchen wir positive Zukunftsbilder und anschauliche Begriffe für sozial-ökologische Ideen woran es Konzepten wie „Post-Wachstum“ noch mangelt. Inwiefern können literarisch erzählte Szenarien einer sozial-ökologischen Zukunft unsere Vorstellungskraft davon, wie das Leben in einer Postwachstumsgesellschaft konkret aussehen könnte ausbilden? Welche Rolle spielen Emotionen und Identifikation mit lebendigen Charakteren dabei, ob wir einen Sinn für das entwickeln, was möglich wäre?

Im ersten Teil des Workshops werden Entwicklungen in Gesellschaft und Wirtschaft(swissenschaft) vor dem Hintergrund einer quantitativen Denklogik analysiert. Es werden Erkenntnisse aus den Kognitionswissenschaften über Sprache und Metaphern gewonnen, die emanzipatorisch – für eine sozial-ökologische Gesellschaft – fruchtbar gemacht werden können.

Im zweiten Teil folgt eine kurze Lesung einer Roman-Utopie. Thematisch soll es vor allem darum gehen, welche materiell-digitale Infrastruktur und welches geistig-spirituelle Wertesystem eine ganzheitlich nachhaltige Gesellschaft haben könnte. Der Roman, verfasst von der Workshopleiterin im Rahmen ihrer „Utopischen Wissensarbeit“ an der Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues, liegt als Manuskript in der Erstfassung vor und integriert zahlreiche Forschungsansätze alternativen Lebens und Wirtschaftens.

 



Dauer

02:30 h

Themenstrang

Fortbildung Lernformen und Materialien

Beginn

23.02 2019 um 14:30 Uhr


Raum

7

Typ

other